1833

Druckpresse der Tabakfabrik Bücking, um 1830
(Foto: Andreas Ruhl)

1833Die erste Zeitung in Alsfeld

1832 sah der Tabakfabrikant Hermann Bücking, der in seiner Fabrik eine Druckerpresse besaß, auf der die Tabak-Etiketten gedruckt wurden, die Chance auf eine weitere Einnahmequelle. Im Bewusstsein, freie Kapazitäten zu haben und mehr drucken zu können, verhandelte er mit dem Landgerichtsassessor Schäfer und dem Kreissekretär Dr. Rautenbusch über die Herausgabe eines „Anzeigenblattes für Alsfeld und Umgebung“, einer gedruckten Zeitung also, wie es sie in den anderen Städten des Großherzogtums größtenteils schon gab.

Nach der Genehmigung durch das Großherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz konnte die Herausgabe unter der Oberaufsicht von Kreisamt und Landgericht Alsfeld für den Kreis Alsfeld erfolgen. Dieser Beschluss wurde vom Großherzoglichen Kreisrat des Kreises Alsfeld, Neidhardt, am 1. Januar 1833 verkündet. Das Anzeigenblatt wurde von der Kreisverwaltung als Organ ihrer dienstlichen Mitteilungen und Erlässe an die Ortsbehörden und Bewohner des Kreises herausgegeben und hatte das alleinige Privileg eines öffentlichen Verkündigungsblattes.

Die Redaktion lag zu Beginn bei dem Großherzoglichen Landgerichtsassessor Schäfer und dem Großherzoglichen Kreissekretär Dr. Rautenbusch. Gedruckt wurde Alsfelds erste Zeitung auf dieser Maschine des Tabakfabrikanten Hermann Bücking, die hier abgebildet ist. (MNic)